
Stolpergefahr gebannt
St. Peter und Paul in Mannheim-Feudenheim mit renoviertem Vorplatz
Mitten in Wiesloch-Baiertal, auf einer felsigen Anhöhe, steht die Pfarrkirche St. Gallus. Seit ihrer technischen Sanierung und Umgestaltung freuen sich die Gemeindemitglieder vor allem über ein verstärktes Gemeinschaftsgefühl im Kirchenraum. Seine großzügige Neukonzeption ermöglicht neue Gottesdienstformen und eine flexiblere Nutzung. Die Bänke in den Seitenschiffen und unter der Empore wurden abmontiert. Der offene und helle Innenraum vermittelt jetzt ein Gefühl von Freiheit. Dazu tragen auch neue barrierefreie Wege in und um die Kirche bei, die ebenfalls als großer Mehrwert der Sanierung empfunden werden. Auch die modernisierte sanitäre Anlage mit Wickeltisch findet bei allen Generationen Anklang. Eine verbesserte Akustik mit einer modernen Lautsprecheranlage und eine neu intonierte Orgel sorgen für einen ungeahnten Hörgenuss in der Kirche.
Begonnen hatte alles mit der Entdeckung von Schimmel. Die Lösung war eine Wärmepumpe sowie ein wasserführendes Heizregister zur Erwärmung des Fußbodens. Dem schloss sich ein umfassender Technikumbau an. Auch die Abwasser- und Drainagerohre um die Kirche mussten erneuert werden. Sakristei und Ministrierendenraum wurden den heutigen Ansprüchen angepasst. Sogar die Fledermaus kam auf ihre Kosten, denn die neue Außenbeleuchtung orientiert sich nun artenschutzgerecht an den Bedürfnissen der in der Kirche beheimateten Fledermausart „Graues Langohr“.
Die 1913 im Neo-Barock fertiggestellte Pfarrkirche St. Gallus beherbergt ein ungewöhnliches Deckenfresko aus dem Jahre 1988, welches das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählt. Dieser ist als Punk dargestellt, der in einer düsteren Welt aus Wolkenkratzern, Giftmüll und einer explodierenden Atombombe zum Vaterhaus zurückkriecht. Das monumentale avantgardistische Deckengemälde des Karlsruher Künstlers Reinhard Daßler zieht Besucherinnen und Besucher in den Bann. Seit der Sanierung lässt es sich wieder komfortabel bewundern.
Die Pfälzer Katholische Kirchenschaffnei in Heidelberg förderte die mehrjährige Sanierung von St. Gallus.
Fotos: Dorothea Burckhardt



Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen