
Selbst die Fledermäuse kommen auf ihre Kosten
Pfarrkirche St. Gallus in Wiesloch-Baierstal saniert und neugestaltet
Selbst Sandstein schützt nicht ewig vor Feuchtigkeit. In das Innere des Turms der Heidelberger Jesuitenkirche war im Lauf der Jahre Wasser eingedrungen und hatte auch die alte Holztreppe zum Turmhelm in Mitleidenschaft gezogen. Mit Drohnen und Seilarbeiten rückten die Restauratoren dem einst aus Neckartäler Hartsandstein gebauten Turm zu Leibe, um heraus zu finden, woher das Wasser kam. Nach umfangreichen Schadensanalysen zeigte sich, dass es permanent in die Fugen eindrang. Eine Restaurierung und Konservierung durch Steinmetze wurden dringend erforderlich, um das teilweise filigran verzierte Mauerwerk des neobarocken Turms zu schützen. Außerdem wurde klar, dass Dach und Balkon ebenfalls ausgebessert werden mussten. Und so erhielt der Kirchturm der Jesuitenkirche in mehreren Etappen an einigen Stellen neuen Sandstein, ausgebesserte Fugen, schließlich eine neue Holztreppe und am Ende eine gereinigte Fassade. Für die umfangreiche Restaurierung des Kirchturms mussten zeitweise auch die Glocken umgehängt werden.
Entstanden ist die im Herzen der Heidelberger Altstadt gelegene, barocke Jesuitenkirche im 18. Jahrhundert. 150 Jahre später erhielt die Pfarrkirche einen neubarocken Kirchturm, der 1872 fertig wurde. Die Kirche ist Teil des beeindruckenden Gebäudeensembles des Jesuitenklosters. Nahe gelegen an Universität und Heidelberger Schloss, ist sie neben der Heiliggeistkirche die größte und bedeutendste Kirche in Heidelberg.
Die Pfälzer Katholische Kirchenschaffnei in Heidelberg förderte die Sanierung.
Foto: Michael Jan Gallner
Foto Turm grafisch bearbeitet: Tilman Borsdorf (Steinmetz)



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