
Auszeit und neue Perspektiven
Hüttenfreizeit der Caritas für psychisch erkrankte Menschen
Wie sehe ich die Welt? Wie sehen andere sie? Was macht mein Leben aus? Mit diesen Leitfragen gab der Caritasverband in Heidelberg ein Jahr lang viele Impulse für einen Austausch zwischen den Generationen. Der kreative Prozess im Projekt „Zeitlos“ unterstützte die Teilnehmenden von jung bis alt darin, über mehrere Monate hinweg die eigene Lebenswelt zu reflektieren und sich gleichzeitig in andere Lebenswelten einzufühlen. „Bin ich jung bist du alt, bin ich alt, bist du jung“ – mit diesem Motto gelang es der Caritas, Vorurteile der Generationen übereinander abzubauen und einen lebendigen, kreativen Dialog zwischen ihnen zu ermöglichen.
Gelungener Auftakt bildete ein Impulsvortrag über die Bedeutung von Glück in jeder Lebensphase. Damit starteten zwölf intensive Monate. Die Teilnehmenden konnten in Schreibwerkstätten sowie Foto- und Tanzworkshops gemeinsam ihre Collagen, Texte und Tanzchoreografien entwickeln und diese live oder in Form von Videoclips und Fotoausstellungen öffentlich präsentieren. Biographisches Schreiben für die Erwachsenen rund um die eigenen Erinnerungen sowie Poetryslam für Schülerinnen und Schüler einer vierten Grundschulklasse bildeten eine generationenübergreifende Klammer. Ebenso entstand eine Verbindung beim Tanzen, das sich den persönlichen Träumen, Sehnsüchten und Herzenswünschen widmete und Grundschulkinder mit Seniorinnen und Senioren zusammenbrachte. Jonglieren, experimentieren, malen, singen, tanzen und mutig sein – das Alter spielte keine Rolle mehr, denn alle Teilnehmenden waren selbst „zeitlos“ geworden und äußerst beglückt dabei.
Die Gemeinschaftsstiftung der Erzdiözese Freiburg förderte das Projekt „Zeitlos“.
Fotos: Mathias Ernert

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