
Hilfe für Vertriebene in Myanmar
Erzdiözese Freiburg und Hedwig und Bernhard Schilli Stiftung geben 80.000 Euro nach Myanmar
Bibeltexte, Gebete, Heavy Metal Music und Lichtshow – in Obergrombach, in der römisch-katholischen Kirchengemeinde Edith Stein Bruchsal, sind Gottesdienste bisweilen etwas anders. Besucherinnen und Besucher kommen auf Motorbikes angeknattert, sind oft tätowiert und in der Hard Rock- und Heavy Metal-Szene beheimatet. Sie singen, tanzen, schütteln ihre Köpfe zum Rhythmus (headbanging), beten das „Vaterunser“ lautstark mit und bringen die Kirche zum Beben.
Pastoralreferent und Theologe Mathias Fuchs hat das Format „Headbangers‘ Church Obergrombach“ ins Leben gerufen. Als Fan von Heavy Metal Music entdeckte er beim Wacken Open Air – einem der größten Heavy Metal Festivals der Welt – ebendort eine große Spiritualität, Solidarität und Verbundenheit unter den Konzertgästen. Dort führte er viele intensive und seelsorgerliche Gespräche und hatte ein Aha-Erlebnis. Warum nicht einfach Gottesdienste wie ein Heavy Metal Festival feiern? Und so entstand seine „Headbangers‘ Church“, die das Leben mit lauten, harten Gitarrenriffs einer Hard-Rockband feiert und alle zum Singen, Klatschen und Tanzen auffordert. Das Format stößt auf große Begeisterung, die Kirche platzt bei den zweimal jährlich stattfindenden Gottesdiensten aus allen Nähten. Metal-Fans und Motor-Biker kommen von weit her angereist, manch einer findet so wieder den Weg zurück in die Kirche. Mit einer Tattoo-Segnung in einer Kneipe geht der Pastoralreferent ebenfalls neue Wege. Religion und Tätowierung liegen gar nicht so weit auseinander, denn Tattoos erzählen immer auch davon, was einem heilig ist. Mit seinen ungewöhnlichen Formaten will Mathias Fuchs, der viel Rückendeckung von seiner Gemeinde Bruchsal-Michaelsberg erhält, neue Beziehungsnetzwerke aufbauen, in denen eine neue Gemeinschaftsform von Kirche erlebbar wird. Dazu gehören auch Gespräche beim Bier, die schnell zur Seelsorge werden. Es zeichnet sich jetzt schon ab: Mathias Fuchs hat erreicht, dass sich Menschen aus der Metal-Head-Szene mit ihrer Energie und Lebensfreude in der Kirche willkommen fühlen.
Die Gemeinschaftsstiftung förderte das Format „Headbangers‘ Church Obergrombach“
Fotos: großes Bild (grünes Licht) Timo Hartmann, Foto mit rotem Licht: Nicolai Pfannendörfer, Foto mit Luftballons: Nicolai Pfannendörfer, Fotos Arm mit Tatoo: Thomas Macherauch




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