Religionsphilosoph Bernhard Welte

Pflege eines geistigen Erbes

Die Spannung zwischen den Bedingungen und Strukturen der säkularisierten Welt und den Inhalten religiöser Erfahrung war der Ausgangspunkt der Religionsphilosophie des Freiburger Theologen Bernhard Welte (1906 – 1983). Der gebürtige Meßkirchner hatte von 1954 bis zu seiner Emeritierung 1973 den Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg inne. Als Präfekt der Universitätskirche von 1957 bis 1973 war sein Anliegen, mit seinen Predigten und Gottesdiensten die Dozenten und Studierenden neue Zugänge zum christlichem Glauben zu eröffnen. Nach mehreren Vortragsreisen gründete er das Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland zur Beförderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen lateinamerikanischen und deutschen Universitäten in der philosophischen und theologischen Forschung.

In seinem philosophischen Denken wollte er die Ursprünglichkeit der Phänomene des menschlichen Daseins aufdecken, das sich als endliches Dasein auf unendlichem Sinn entwirft. In dieser endlich-unendlichen Verfasstheit des Menschen entdeckte Welte ein ursprüngliches Vorverständnis christlichen Heils. Und so versuchte er mit den Mitteln der Phänomenologie, zwischen modernen Lebenssituationen und dem christlichen Glauben zu vermitteln. Für ihn ergab sich daraus auch, dass sich die Theologie für die moderne Philosophie öffnen muss. Vor allem angeregt von Martin Heidegger führte Welte die traditionelle, vom neuscholastischem Denken geprägte Theologie in das nachmetaphysische Denken. Grundlegend für Weltes Denken war auch die Geschichtlichkeit menschlichen Daseins und damit die Wandelbarkeit von Denken und Sprache.

Um das geistige Erbe Bernhard Weltes zu pflegen, seinen Nachlass zu sichern, die Auseinandersetzung mit seinem Denken zu fördern und in gesellschaftlich relevante Diskurse einzubringen, wurde 1983 die Bernhard-Welte-Gesellschaft gegründet. Sie ist an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg angesiedelt. Die Gesellschaft initiiert und unterstützt Forschungen zu Fragen, die vom Werk Bernhard Weltes eröffnet wurden. Sie hat die literarischen Rechte an Weltes Nachlass inne, der im Archiv der Universität Freiburg liegt. Auch betreut die Gesellschaft eine Bibliographie zum Leben und Werk Bernhard Weltes. Mit der jährlichen Mitgliederversammlung der Gesellschaft ist eine wissenschaftliche Tagung zu Themen verbunden, die mit dem Denken Bernhard Weltes in Beziehung stehen.

Die Erzbischof Hermann Stiftung förderte den Relaunch der Website der Bernhard-Welte-Gesellschaft sowie die Überarbeitung eines Infofaltblatts.

Danke an alle Beteiligten!

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Kirche auf der BUGA 23 in Mannheim

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Keramikbild Genesis Bildenthüllung mit Künstler Lüpertz in einer U-Bahnstation in Karlsruhe mit Presse und Publikum

Schöpfungsgeschichte underground

Genesis-Keramiktafeln für Karlsruher U-Bahn von Markus Lüpertz

Szene aus der Oper The Folly Theater Freiburg 2022

The Folly – Lob der Torheit

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Die Heilige Familie – geflüchtet in Jeans und Boots

Citykrippe Karlsruhe transportiert Weihnachtsgeschichte in die Gegenwart

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