
DAISIE für die Seelsorge
Neue digitale Plattform für Zusammenarbeit in der Telefonseelsorge
Die einmalige Aussicht über Freiburg und den Blick in den beeindruckend schönen Turmhelm genießen – dies war Menschen im Rollstuhl oder mit einer Gehbehinderung erstmals am europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung möglich. Denn der Freiburger Münsterbauverein stellte an diesem Tag den Baustellenaufzug für diese Menschen zur Verfügung. So konnten sie auf die Besucherplattform des Turms fahren.
Schmale Wendeltreppen im Inneren führen hoch zum Münsterturm. Menschen mit einer Gehbehinderung oder einem Rollstuhl können hier nicht hoch, die Plattform unter dem Turmhelm ist also ein unerreichbares Ziel. Münsterbaumeisterin Anne-Christine Brehm hatte jedoch am Ulmer Münster gesehen, wie am Tag des offenen Denkmals Menschen im Rollstuhl auf den Turm gefahren wurden. Und da entschied sie: Das machen wir in Freiburg auch. Dass mehrere Eingangsstufen, ein wacklig aussehender Aufzug, der nur für Bauarbeiter gedacht ist, sowie zwei eng stehende Säulen oben auf der Plattform, durch die ein Rollstuhl durchpassen muss, zunächst als Hindernisse der Idee im Wege standen, spornte das Team der Münsterbauhütte jedoch an, nach Lösungen zu suchen: Eine Rampe wurde angeschafft, der Aufzug extra geprüft und ein Fahrer für diesen besonderen Tag eingestellt. Und auch wenn die Rampe steil ist und der Aufzug geräuschvoll rumpelt – die Fahrt nach oben, der großartige Panoramablick vom Turm des Freiburger Münsters sowie das Staunen über die filigrane Steinmetzkunst des Turmhelms bleiben den Menschen, die sich im Rollstuhl fortbewegen müssen, unvergesslich.
Die Stiftung Erzbischöflicher Stuhl förderte die Anschaffung der Rampe.



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