
Religionen verbinden
Rastatt lädt mit Kunstinstallation zum interreligiösen Dialog ein
Wie fühlt es sich wohl an, am Ende des Lebens an die Himmelstüre zu klopfen? Wenn Tod und Abschied zu einem Gespräch mit Gott einladen? In Bruchsal konnten Menschen an der milchigen Glasscheibe einer Himmelstüre anklopfen, sich dabei fotografieren lassen und sich auf kreative Weise mit existenziellen Glaubensfragen auseinandersetzen. Möglich machte dies das zweitägige partizipative Kunstprojekt „Knockin´ on Heaven´s Doors“ in der Hofkirche sowie in der Kirche Sankt Paul. Es bot tiefgehende sowie berührende persönliche Erlebnisse in der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit aller Lebewesen.
Die Idee stammte von den beiden bildenden Künstlerinnen Tanja Bürgelin-Arslan und Maria Cristina Tangorra. Ihr gemeinsames Kunstprojekt „Knockin´ on Heaven´s Doors“ war Teil des Jubiläums „75 Jahre | 75 Kunstwerke | 75 Kirchen“ der Gemeinschaft Christliche Künstler*innen in der Erzdiözese Freiburg. Beide Frauen engagieren sich in sakraler Kunst sowie in religiösen und interkonfessionellen Projekten und möchten mit ihren Beiträgen Impulse für eine kreative Gestaltung der Kirchenarbeit geben. In Bruchsal erreichten sie rund 150 interessierte Besucherinnen und Besucher, die voller Begeisterung mitmachten. Das zweitägige Kunstprojekt aus Fotoinstallation, Impulstexten, Partizipation und Gottesdienst lud neben dem Anklopfen an der Himmelstüre und Fotoshooting dazu ein, in Papierschalen den letzten Ballast abzuwerfen. Wer wollte, konnte eigene Gedanken auf Zettel schreiben, in die Schalen legen und sich mit den Künstlerinnen austauschen, zum Beispiel über Glaubensfragen, den Verlust von Angehörigen oder des geliebten Haustieres. Tod und Abschied zeigten sich in Bruchsal von einer ungewöhnlichen künstlerischen Seite.
Die Erzbischof Hermann Stiftung förderte das Kunstprojekt „Knockin´ on Heaven´s Doors“.
Fotos: Tanja Bürgelin-Arslan und Maria Cristina Tangorra





Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen